Kompressionsstrümpfe anziehen: Hilfe, Tricks und wer zahlt

Pflege-Ratgeber

Kompressionsstrümpfe müssen eng sitzen, sonst wirken sie nicht. Deshalb ist das Anziehen für viele Menschen morgens die schwerste Aufgabe des Tages, besonders mit Arthrose in den Händen, nach einer Hüft-OP oder mit wenig Kraft. Mit der richtigen Technik, einer passenden Anziehhilfe und notfalls einem Pflegedienst klappt es trotzdem. Hier lesen Sie, wie Sie den Strumpf Schritt für Schritt anlegen, welche Hilfsmittel es gibt, was die Krankenkasse übernimmt und wann Sie sich die tägliche Hilfe ärztlich verordnen lassen können.

Revivopflege
revivopflege.de
Unterstützung beim Anlegen finden
ReVivo bietet ambulante Pflege und verständliche Pflegeberatung, wenn das tägliche Anlegen der Kompressionsstrümpfe allein nicht gelingt.

Leistungen ansehen

Das Wichtigste in Kürze

  • Anlegen statt anziehen: Der Strumpf wird morgens im Sitzen Stück für Stück nach oben verteilt, nie mit Kraft am oberen Rand hochgezogen.
  • Gummihandschuhe helfen am meisten: Sie geben Grip, schonen das Gestrick und kosten wenig. Für schwache Hände gibt es Gleiter, Gestelle und Ausziehhilfen.
  • Die Kasse zahlt mit: Ärztlich verordnete Kompressionsstrümpfe sind Hilfsmittel. Sie zahlen in der Regel 10 % Zuzahlung, mindestens 5 € und höchstens 10 €.
  • Hilfe durch den Pflegedienst gibt es auf Rezept: Wer den Strumpf selbst nicht schafft, kann das An- und Ausziehen als häusliche Krankenpflege verordnet bekommen, auch ohne Pflegegrad.
  • Warnzeichen ernst nehmen: Blaue oder weiße Zehen, Taubheit, Kribbeln oder zunehmende Schmerzen bedeuten: Strumpf sofort ausziehen und ärztlich abklären lassen.

Inhaltsverzeichnis

Warum das Anziehen so schwer fällt

Ein medizinischer Kompressionsstrumpf übt von unten nach oben abnehmenden Druck auf das Bein aus. Damit das funktioniert, liegt er nach Beschreibung der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie und Lymphologie fast wie eine zweite Haut am Körper an. Venenärztinnen und -ärzte sprechen deshalb lieber vom „Anlegen“: Das Material wird auf die Haut gestrichen, nicht gezerrt.

Genau hier scheitern viele. Wer am Bund zieht, überdehnt das Gestrick an einer Stelle, der Strumpf rutscht schief, an der Ferse bildet sich eine Falte, und die Falte drückt später ein. Hinzu kommen Dinge, die mit dem Strumpf gar nichts zu tun haben: Man kommt nicht mehr gut an die Füße heran, die Finger sind steif, das Gleichgewicht ist unsicher. Je höher die Kompressionsklasse, desto mehr Kraft braucht es.

Die gute Nachricht: Mit einer festen Routine und den richtigen Griffen wird das Anlegen nach ein paar Tagen deutlich leichter. Und wo es trotzdem nicht geht, gibt es Hilfsmittel und Menschen, die helfen dürfen und bezahlt werden.

Warum das Anziehen so schwer fällt — overview diagram

So legen Sie den Strumpf Schritt für Schritt an

Die folgende Reihenfolge folgt den Empfehlungen der Fachgesellschaft zum richtigen Anlegen und unserer Erfahrung aus der täglichen Pflege.

  1. Direkt nach dem Aufstehen. Morgens ist das Bein am wenigsten geschwollen. Wer erst frühstückt und dann anzieht, hat schon verloren.
  2. Hinsetzen. Ziehen Sie den Strumpf immer im Sitzen an, auf einem stabilen Stuhl oder der Bettkante. Ein kleiner Hocker unter dem Fuß macht es leichter, an die Ferse zu kommen. Aufstehen erst, wenn der Strumpf über dem Knie sitzt.
  3. Hände vorbereiten. Ringe und Armbänder ab, Fingernägel kurz. Ziehen Sie gummierte Handschuhe an, etwa einfache Haushaltshandschuhe mit Noppen.
  4. Strumpf umstülpen. Greifen Sie mit einer Hand in den Strumpf bis zur Ferse, fassen Sie die Ferse von innen und stülpen Sie den Strumpf bis dorthin auf links. Jetzt liegt nur noch der Fußteil vor Ihnen.
  5. Fuß hinein, Ferse sitzt. Schlüpfen Sie mit dem Fuß in diesen Fußteil und ziehen Sie ihn über die Ferse. Die Ferse muss genau in der Fersenkappe liegen. Das ist der wichtigste Moment, denn sitzt die Ferse falsch, sitzt der ganze Strumpf falsch.
  6. Portionsweise nach oben. Schieben Sie das umgeschlagene Gestrick mit flachen Händen in kleinen Stücken über Knöchel und Wade nach oben. Nicht am Haftrand oder Bund ziehen.
  7. Ausstreichen. Streichen Sie mit den gummierten Handflächen von unten nach oben über das Bein, bis keine Falten mehr da sind und das Gestrick überall gleichmäßig verteilt ist.
  8. Kontrolle. Der Strumpf endet bei Kniestrümpfen etwa zwei Fingerbreit unter der Kniekehle. Er darf nicht umgeschlagen werden, denn ein Umschlag wirkt wie eine Abschnürung.

Zwei Tipps, die viel ausmachen: Cremen Sie die Beine abends ein, nicht morgens. Eingecremte Haut bremst den Strumpf und manche Fette greifen das Material an. Und wenn die Haut morgens leicht feucht ist, etwa nach dem Duschen, warten Sie, bis sie ganz trocken ist.

Stützstrümpfe sind leichter, die Technik bleibt gleich

Stützstrümpfe aus dem Handel üben deutlich weniger Druck aus als medizinische Kompressionsstrümpfe und sind kein Ersatz für eine ärztlich verordnete Kompression. Fürs Anziehen gelten trotzdem dieselben Regeln: morgens, im Sitzen, umstülpen, Ferse zuerst, Falten ausstreichen. Weil das Material nachgiebiger ist, reichen hier oft Handschuhe als einzige Hilfe.

Anziehhilfen im Überblick

Wenn die Technik allein nicht reicht, kommt ein Hilfsmittel ins Spiel. Welches passt, hängt vor allem davon ab, ob Ihr Strumpf eine offene oder geschlossene Fußspitze hat und wie beweglich Sie sind.

Art der Anziehhilfe Für welche Strümpfe Für wen geeignet Worauf achten
Gummierte Spezialhandschuhe alle jeder, als Grundausstattung gute Passform, ohne Naht an den Fingerkuppen
Fußgleiter aus glattem Stoff offene Fußspitze normale Beweglichkeit, etwas zu wenig Kraft Gleiter wird nach dem Anziehen vorne aus der Spitze gezogen
Gleitsocke oder Anziehschlauch geschlossene Fußspitze normale Beweglichkeit, steife Finger oft zugleich als Ausziehhilfe nutzbar
Anziehgestell aus Metall meist Kniestrümpfe, teils Schenkelstrümpfe wer sich nicht bücken kann, etwa nach Hüft-OP Strumpf wird über das Gestell gespannt, Fuß hinein, Gestell hochziehen; braucht Übung und Platz
Ausziehhilfe mit Stiel alle wer abends nicht an die Füße kommt Strumpf wird über die Ferse geschoben und abgestreift

Lassen Sie sich die Anziehhilfe im Sanitätshaus zeigen und probieren Sie sie dort mit Ihrem eigenen Strumpf aus. Ein Gestell, das im Laden einfach aussieht, kann zu Hause im engen Badezimmer unpraktisch sein. Für viele unserer Patientinnen und Patienten ist die Kombination aus Handschuhen und Gleiter die beste Lösung.

Offene oder geschlossene Spitze

Strümpfe mit offener Spitze lassen die Zehen frei. Das hat einen praktischen Vorteil: Mit einem Gleiter rutscht der Fuß leichter hinein, und der Gleiter lässt sich vorne wieder herausziehen. Außerdem sehen Sie die Zehen und erkennen eine Verfärbung früh. Strümpfe mit geschlossener Spitze sind dafür in normalen Schuhen unauffälliger. Welche Ausführung Sie bekommen, entscheiden Arzt und Sanitätshaus nach Befund, sprechen Sie Ihre Anziehprobleme dort aber offen an.

Abends ausziehen ohne Kraftakt

Das Ausziehen ist meist leichter, aber nicht trivial. Setzen Sie sich wieder hin. Greifen Sie den Strumpf am oberen Rand und rollen oder streifen Sie ihn nach unten auf links, bis er an der Ferse hängt. Dann über die Ferse schieben und abziehen. Wer sich nicht bücken kann, nimmt eine Ausziehhilfe mit Stiel.

Wie lange am Tag Sie den Strumpf tragen, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest. Eine Stundenregel für alle gibt es nicht. Die Leitlinie zur Kompressionstherapie von 2026 empfiehlt zum Beispiel nach einer tiefen Beinvenenthrombose mindestens sechs Monate Kompression. Wie es danach weitergeht, hängt davon ab, ob Beschwerden wie Schwellung, Schmerzen oder Hautveränderungen bleiben. Setzen Sie den Strumpf deshalb nicht eigenmächtig ab, sondern klären Sie das beim nächsten Termin.

Revivo - Pflege mit Herz, Bahnhofstraße 12, 70806 Kornwestheim
Revivopflege
Pflegeberatung persönlich besprechen
Bei ReVivo können Sie sich zu passenden Pflegeleistungen beraten lassen und erfahren, welche Unterstützung im Alltag infrage kommt.
Revivo – Pflege mit Herz
Bahnhofstraße 12, 70806 Kornwestheim

Wegbeschreibung öffnen

Wenn es allein nicht geht: Hilfe durch den Pflegedienst

Viele wissen es nicht: Das tägliche An- und Ausziehen ärztlich verordneter Kompressionsstrümpfe ist eine Leistung der häuslichen Krankenpflege. Nach der Häusliche-Krankenpflege-Richtlinie ist es für die Kompressionsklassen I bis IV verordnungsfähig, jeweils einmal täglich, wie das AOK-Merkblatt zur Verordnung häuslicher Krankenpflege festhält. Bezahlt wird das von der Krankenkasse, ein Pflegegrad ist dafür nicht nötig.

Voraussetzung ist, dass Sie es selbst nicht können und niemand in Ihrem Haushalt es übernehmen kann. Laut demselben Merkblatt muss die versicherte Person bei solchen Maßnahmen stark oder hochgradig eingeschränkt sein, etwa durch Lähmungen, schwere Arthrose der Hände, starke Sehbehinderung oder eine kognitive Einschränkung.

So kommen Sie zur Verordnung

  1. Arzttermin. Schildern Sie konkret, woran es scheitert: „Ich komme nicht an meine Füße“ oder „Meine Finger haben keine Kraft“. Die Ärztin stellt dann eine Verordnung häuslicher Krankenpflege aus (Muster 12).
  2. Pflegedienst wählen. Sie reichen die Verordnung bei einem zugelassenen ambulanten Pflegedienst ein, der sie an die Krankenkasse weiterleitet.
  3. Genehmigung. Die Kasse prüft und genehmigt. In der Zwischenzeit kann der Pflegedienst meist schon beginnen.
  4. Abends nicht vergessen. Wenn Sie auch beim Ausziehen Hilfe brauchen, muss das ebenfalls auf der Verordnung stehen.

Was auf dem Formular genau stehen muss, wie lange eine Verordnung gilt und was Sie bei einer Ablehnung tun, erklären wir ausführlich im Beitrag zur Verordnung häuslicher Krankenpflege.

Was die Krankenkasse bezahlt

Medizinische Kompressionsstrümpfe sind Hilfsmittel. Ist die Kompression medizinisch notwendig und ärztlich verordnet, übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten. Sie zahlen nach den Regeln für Hilfsmittel 10 % des Preises als Zuzahlung, mindestens 5 € und höchstens 10 €, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren zahlen nichts.

Auch Anziehhilfen können von der Kasse übernommen werden, wenn sie medizinisch notwendig sind. Dafür brauchen Sie ein eigenes Rezept, und viele Kassen verlangen vorher einen Kostenvoranschlag des Sanitätshauses. Es lohnt sich, die Anziehhilfe direkt beim Verordnen der Strümpfe anzusprechen. Gummierte Haushaltshandschuhe zahlen Sie dagegen meist selbst, sie kosten aber nur wenige Euro.

Wer im Jahr viele Zuzahlungen leistet, kann sich ab einer Belastungsgrenze befreien lassen. Sie liegt nach gesund.bund.de zur Zuzahlungsbefreiung bei 2 % der jährlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt, bei chronisch Kranken bei 1 %. Heben Sie dafür alle Quittungen auf.

Leistung Wer zahlt Was Sie brauchen
Medizinische Kompressionsstrümpfe Krankenkasse, abzüglich Zuzahlung ärztliches Rezept
Anziehhilfe wie Gleiter oder Gestell Krankenkasse, wenn medizinisch notwendig eigenes Rezept, oft Genehmigung
An- und Ausziehen durch den Pflegedienst Krankenkasse als häusliche Krankenpflege Verordnung häuslicher Krankenpflege
Stützstrümpfe aus dem Handel selbst nichts

Warnzeichen: Wann der Strumpf sofort herunter muss

Ein Kompressionsstrumpf darf fest sitzen, aber er darf nicht weh tun. Die S2k-Leitlinie Kompressionstherapie nennt Warnzeichen, bei denen Sie den Strumpf sofort ausziehen und ärztlich nachsehen lassen sollen:

  • blaue oder weiße Verfärbung der Zehen
  • Taubheitsgefühl oder Kribbeln
  • zunehmende Schmerzen
  • Atemnot oder plötzliches Schwitzen
  • plötzliche Bewegungseinschränkung

Diese Zeichen können auf eine gestörte Durchblutung oder einen Nervendruck hinweisen. Bei Atemnot rufen Sie den Notruf 112, bei den anderen Zeichen melden Sie sich noch am selben Tag in der Hausarztpraxis oder beim ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117. Schmerzt der Strumpf nur an einer Stelle, liegt es oft an einer Falte oder einem Umschlag. Ausziehen, Haut ansehen, neu anlegen. Bleibt eine rote Druckstelle, sprechen Sie mit dem Sanitätshaus über die Passform.

Haut und Füße unter der Kompression

Gerade ältere Menschen haben oft sehr empfindliche, dünne Haut. Die aktuelle Leitlinie betont, dass Material und Druck an Alter, Haut und Bindegewebe angepasst werden müssen, um Schäden wie Druckgeschwüre zu vermeiden. Sie empfiehlt außerdem regelmäßige Hautpflege, weil die Haut unter dem Strumpf schnell juckt, schuppt oder sich entzündet. Dazu gehören gut passende Schuhe und, wenn nötig, eine podologische Behandlung.

Praktisch heißt das: Beine abends waschen, gut abtrocknen, besonders zwischen den Zehen, und mit einer feuchtigkeitsspendenden Creme einreiben. Schauen Sie dabei Fersen, Knöchel und Schienbein an. Rötungen, Blasen oder kleine Wunden gehören in ärztliche Hände. Bei offenen Stellen am Unterschenkel, etwa einem Ulcus cruris, ist meist ein Verband statt des Strumpfs nötig. Was Angehörige dabei beachten sollten, steht in unserem Ratgeber zur Wundversorgung zu Hause.

Haut und Füße unter der Kompression — overview diagram

Podologie oder Fußpflege: der Unterschied

Lange Zehennägel und harte Hornhaut reißen das Gestrick auf und machen das Anziehen schwerer. Deshalb gehört Fußpflege zur Kompressionstherapie dazu. Dabei gibt es zwei verschiedene Angebote:

Kosmetische Fußpflege Podologie (medizinische Fußpflege)
Für wen gesunder Fuß krankhaft veränderter Fuß, etwa bei Diabetes
Wer darf das Fußpflegerinnen und Fußpfleger nur staatlich anerkannte Podologinnen und Podologen
Bezahlt durch selbst Krankenkasse auf Rezept, wenn ärztlich verordnet

Die Industrie- und Handelskammer beschreibt kosmetische Fußpflege als pflegerische und dekorative Maßnahmen am gesunden Fuß. Die Berufsbezeichnung Podologin oder Podologe ist laut gesund.bund.de zur Podologie geschützt und setzt eine eigene Ausbildung voraus. Als anerkanntes Heilmittel wird Podologie von der Krankenkasse bezahlt, wenn die Ärztin sie etwa beim diabetischen Fußsyndrom verordnet. Wer Diabetes hat und Kompressionsstrümpfe trägt, sollte die Füße nicht selbst mit Schere oder Hornhauthobel bearbeiten.

Unsere Sicht aus der Pflege

In unserer ambulanten Pflege rund um Kornwestheim und den Stuttgarter Norden gehört das Anlegen von Kompressionsstrümpfen zu den Einsätzen, die wir am häufigsten fahren. Es wirkt wie eine Kleinigkeit, und doch hängt viel daran. Wer seine Strümpfe nicht schafft, lässt sie irgendwann weg, und dann wirkt die ganze Therapie nicht.

Wir sehen drei Muster immer wieder. Erstens: Die Technik fehlt, nicht die Kraft. Viele haben nie gezeigt bekommen, wie man den Strumpf bis zur Ferse umstülpt. Ein, zwei Besuche mit Anleitung reichen dann oft, und die Person schafft es wieder selbst, zumindest mit Handschuhen. Zweitens: Angehörige helfen, ziehen aber am Bund. Das ist gut gemeint, tut weh und führt zu Falten. Wir zeigen Töchtern, Söhnen und Ehepartnern gern, wie es schonender geht. Drittens: Die Hilfe wird zu spät verordnet. Wer morgens eine halbe Stunde mit dem Strumpf kämpft und dabei fast stürzt, sollte nicht warten, bis etwas passiert.

Unser Rat: Fragen Sie in der Arztpraxis aktiv nach der Verordnung, wenn es nicht mehr geht. Und sehen Sie den morgendlichen Einsatz als Chance. Beim Strumpfanlegen sehen wir Haut, Füße und Beine jeden Tag und merken früh, wenn sich etwas verändert.

— Nastasja Steffen

Hilfe beim Anziehen in Kornwestheim und Umgebung

Wenn Sie oder Ihr Angehöriger täglich Hilfe mit den Kompressionsstrümpfen brauchen, übernehmen wir das als Teil unserer medizinischen Behandlungspflege, morgens zum Anziehen und auf Wunsch abends zum Ausziehen. Unsere ambulante Pflege ist unter anderem in Kornwestheim, Freiberg, Zuffenhausen, Stammheim, Schwieberdingen und Hemmingen unterwegs. Über unsere Kooperationspartner organisieren wir zudem mobile Fachfußpflege direkt bei Ihnen zu Hause. Alle Angebote finden Sie auf unserer Seite Leistungen von ReVivo. Sprechen Sie uns an, wir klären gemeinsam mit Ihnen, was die Kasse übernimmt, und wie Sie die Pflege zu Hause organisieren.

Häufige Fragen

Zahlt die Krankenkasse eine Anziehhilfe für Kompressionsstrümpfe?

Ja, wenn sie medizinisch notwendig ist und ärztlich verordnet wird. Sie brauchen dafür ein eigenes Rezept, oft ist vorher eine Genehmigung der Kasse nötig. Sprechen Sie die Anziehhilfe am besten gleich an, wenn die Strümpfe verordnet werden.

Darf ein Pflegedienst Kompressionsstrümpfe anziehen, auch ohne Pflegegrad?

Ja. Das An- und Ausziehen ärztlich verordneter Kompressionsstrümpfe ist eine Leistung der häuslichen Krankenpflege und wird von der Krankenkasse bezahlt. Voraussetzung ist eine Verordnung und dass Sie es selbst nicht können und niemand im Haushalt es übernehmen kann.

Wie viele Stunden am Tag trägt man Kompressionsstrümpfe?

Das legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt fest, eine feste Stundenzahl für alle gibt es nicht. Üblich ist, den Strumpf morgens direkt nach dem Aufstehen anzuziehen und abends auszuziehen. Nach einer Thrombose empfiehlt die Leitlinie mindestens sechs Monate Kompression.

Was tun, wenn der Strumpf einschnürt oder schmerzt?

Ziehen Sie ihn aus und prüfen Sie, ob eine Falte, ein Umschlag oder eine falsch sitzende Ferse die Ursache ist. Bei blauen oder weißen Zehen, Taubheit, Kribbeln oder zunehmenden Schmerzen lassen Sie den Strumpf aus und melden sich noch am selben Tag ärztlich. Bei Atemnot wählen Sie 112.

Quellen

Revivopflege
Fragen zur Pflege klären
Kontaktieren Sie ReVivo mit Ihrer Frage zum Anlegen von Kompressionsstrümpfen und informieren Sie sich über ambulante Unterstützung.

Empfehlungen