Wenn der Weg zum Supermarkt zu weit wird, die Getränkekisten zu schwer und das Gedränge an der Kasse zu anstrengend, ist eine Einkaufshilfe oft der erste Schritt, damit ältere Menschen gut versorgt in den eigenen vier Wänden bleiben. Es gibt dafür mehrere Wege: Begleitung beim Einkauf, Einkauf nach Liste, Lieferung, Hilfe aus der Nachbarschaft oder Unterstützung durch einen Pflegedienst. Mit einem Pflegegrad übernimmt die Pflegekasse einen Teil der Kosten, wenn der Anbieter dafür zugelassen ist. Hier lesen Sie, welche Form zu welcher Situation passt, was sie kostet, wer zahlt und wie Sie als Angehörige eine verlässliche Einkaufshilfe organisieren.
Das Wichtigste in Kürze
- Alle Pflegebedürftigen mit Pflegegrad 1 bis 5, die zu Hause leben, haben Anspruch auf den Entlastungsbetrag von 131 € im Monat, mit dem sich auch eine Einkaufshilfe bezahlen lässt.
- Die Kasse erstattet nur Leistungen von Anbietern, die nach Landesrecht anerkannt sind. Fragen Sie vor dem Start nach dem Nachweis.
- Nicht genutzte Beträge verfallen nicht sofort: Sie lassen sich bis zum 30. Juni des Folgejahres aufbrauchen.
- Ehrenamtliche Angebote und Nachbarschaftshilfe sind oft kostenlos, brauchen aber klare Absprachen zu Geld, Zeiten und Vertretung.
- Am besten funktioniert die Einkaufshilfe, wenn sie früh beginnt und Teil eines größeren Unterstützungsplans ist, nicht erst in der Krise.
Inhaltsverzeichnis
- Welche Formen der Einkaufshilfe es gibt
- Was eine Einkaufshilfe kostet und wer zahlt
- Ab welchem Pflegegrad es Geld für die Einkaufshilfe gibt
- Einkaufshilfe organisieren: Schritt für Schritt
- Wenn Familie und Nachbarn den Einkauf übernehmen
- Woran Sie eine gute Einkaufshilfe erkennen
- Unsere Sicht: Einkaufen ist mehr als Versorgung
- Einkaufshilfe mit ReVivo in Kornwestheim und Umgebung
- Häufige Fragen
- Quellen
Welche Formen der Einkaufshilfe es gibt
„Einkaufshilfe“ meint nicht überall dasselbe. Manche Anbieter gehen mit Ihrer Mutter gemeinsam in den Supermarkt, andere holen nur die Liste ab und bringen die Tüten nach Hause. Welche Form richtig ist, hängt vor allem davon ab, wie mobil der ältere Mensch noch ist und wie wichtig ihm der Kontakt nach draußen ist.
| Form | So läuft es ab | Passt gut, wenn | Typische Kosten |
|---|---|---|---|
| Begleiteter Einkauf | Eine Hilfskraft holt die Person ab, geht mit in den Laden, trägt und packt | die Person noch laufen kann, aber Sicherheit, Orientierung oder Tragehilfe braucht | Stundensatz beim Dienst, mit Pflegegrad über den Entlastungsbetrag abrechenbar, wenn der Anbieter anerkannt ist |
| Einkauf nach Liste | Die Hilfskraft kauft allein ein und liefert nach Hause, oft mit Einräumen | der Weg zu beschwerlich ist oder nach Krankenhausaufenthalt | wie oben, je nach Zeitaufwand |
| Lieferservice von Supermarkt oder Online-Händler | Bestellung per Telefon, App oder Website, Lieferung an die Tür | jemand im Umfeld die Bestellung zuverlässig übernimmt | Liefergebühr des Händlers, keine Erstattung durch die Pflegekasse |
| Ehrenamtliche Einkaufshilfe | Freiwillige begleiten zum Einkauf oder kaufen ein, oft mit Zeit für ein Gespräch | soziale Kontakte ebenso wichtig sind wie der Einkauf | häufig kostenlos oder gegen kleine Aufwandsentschädigung |
| Familie und Nachbarschaft | Feste Absprachen, wer wann einkauft | ein stabiles Netz in der Nähe vorhanden ist | keine, aber Zeitaufwand für die Helfenden |
| Einkaufshilfe durch den Pflegedienst | Einkauf als Baustein neben Pflege, Haushalt oder Botengängen | ohnehin ein Pflegedienst ins Haus kommt | Abrechnung über Pflegekasse möglich, Rest privat |
Der Ratgeber des Serviceportals „Zuhause im Alter“ zu Einkaufshilfen zeigt, wie breit das Spektrum ist, vom Bestellen „vom Sofa aus“ bis zur persönlichen Begleitung. In der Praxis kombinieren viele Familien zwei Formen: zum Beispiel den Großeinkauf mit schweren Getränken über einen Lieferdienst und den wöchentlichen Gang zum Bäcker oder Markt mit Begleitung.
Begleitung oder Lieferung: die entscheidende Frage
Lieferung spart Kraft, nimmt aber etwas weg: Bewegung, eigene Entscheidungen am Regal, das kurze Gespräch an der Käsetheke. Für viele Seniorinnen und Senioren ist der Einkauf einer der wenigen festen Termine außer Haus. Solange es gesundheitlich geht, lohnt sich deshalb meist die begleitete Variante. Wird das Gehen unsicher, etwa nach einem Sturz oder bei fortschreitender Demenz, ist der Einkauf nach Liste die sicherere Wahl.
Was eine Einkaufshilfe kostet und wer zahlt
Die ehrliche Antwort auf die Frage nach dem Preis: Es gibt keinen einheitlichen Satz. Professionelle Dienste rechnen meist nach Zeit ab, ehrenamtliche Angebote sind häufig kostenlos. Lassen Sie sich bei jedem Anbieter vorab schriftlich geben, was eine Stunde kostet, ob Anfahrt extra berechnet wird und wie mit dem Einkaufsgeld umgegangen wird. Die Lebensmittel selbst zahlen Sie immer privat, egal wer einkauft.

Der Entlastungsbetrag von 131 € im Monat
Die wichtigste Geldquelle ist der Entlastungsbetrag der Pflegeversicherung. Nach gesund.bund.de, dem Gesundheitsportal des Bundes, steht er allen Pflegebedürftigen mit Pflegegrad 1 bis 5 zu, die zu Hause versorgt werden: 131 € pro Monat, also bis zu 1.572 € im Jahr. Er ist zweckgebunden für Entlastungsleistungen, und dazu gehören Hilfen im Haushalt und im Alltag wie das Einkaufen.
Zwei Punkte führen in der Praxis immer wieder zu Ärger:
- Das Geld wird nicht ausgezahlt. Der Entlastungsbetrag ist eine Erstattung. Sie oder der Dienst reichen die Rechnung bei der Pflegekasse ein, die Kasse zahlt dann bis zur Höhe des angesparten Betrags.
- Nicht jeder Anbieter ist zugelassen. Erstattet wird nur, wenn der Anbieter nach Landesrecht anerkannt ist. Wer eine private Hilfe aus der Zeitung bezahlt und dann die Quittung einreicht, bekommt oft eine Ablehnung.
Gut zu wissen: Wer den Betrag einige Monate nicht nutzt, verliert ihn nicht sofort. Laut gesund.bund.de lässt sich das Guthaben ansparen und bis zum 30. Juni des Folgejahres verwenden. Wer also im Herbst feststellt, dass das Jahresbudget kaum angetastet wurde, kann damit noch bis in den Sommer hinein Einkaufshilfe finanzieren.
Weitere Töpfe ab Pflegegrad 2
Ab Pflegegrad 2 kommen weitere Leistungen hinzu, über die sich hauswirtschaftliche Hilfe durch einen Pflegedienst finanzieren lässt. Welche das sind und wie sie zusammenspielen, haben wir in unserem Beitrag Pflegegrad 2: Diese Leistungen stehen Ihnen 2026 zu zusammengestellt. Wie die Kasse bei Haushaltshilfe im Detail rechnet, lesen Sie unter Haushaltshilfe über die Pflegekasse: Wer zahlt was?.
Ohne Pflegegrad
Ohne Pflegegrad zahlt die Pflegekasse nichts. Dann bleiben die private Zahlung, ehrenamtliche Angebote und Hilfe aus Familie und Nachbarschaft. Wenn die Einkäufe aber schon nicht mehr allein gelingen, ist das oft ein Hinweis, dass ein Antrag auf einen Pflegegrad Erfolg haben könnte. Prüfen Sie das, bevor Sie dauerhaft selbst zahlen.
Ab welchem Pflegegrad es Geld für die Einkaufshilfe gibt
Schon ab Pflegegrad 1. Der Entlastungsbetrag ist eine der wenigen Leistungen, die auch beim niedrigsten Pflegegrad voll greifen. Für viele Menschen mit Pflegegrad 1 ist er sogar die wichtigste Unterstützung, weil sie körperlich noch vieles allein schaffen, aber genau bei Tätigkeiten wie Einkaufen, Tragen und Wege erledigen Hilfe brauchen.
Den Antrag stellen Sie bei der Pflegekasse, die bei der Krankenkasse angesiedelt ist. Das Bundesgesundheitsministerium erklärt das Antragsverfahren: Der Antrag kann auch telefonisch gestellt werden, und auch Familienangehörige oder andere bevollmächtigte Personen können ihn stellen. Mit dem Antrag entsteht zugleich der Anspruch auf eine Pflegeberatung durch die Kasse, die innerhalb von zwei Wochen angeboten werden muss, auf Wunsch auch zu Hause. Nutzen Sie diesen Termin, um die Einkaufshilfe gleich mit zu planen. Wie Sie sich auf die Begutachtung vorbereiten, steht in unserem Ratgeber Pflegegrade beantragen: Ablauf, Fristen und Vorbereitung.
Einkaufshilfe organisieren: Schritt für Schritt
Ob Sie für Ihre Eltern planen oder für sich selbst: Mit dieser Reihenfolge vermeiden Sie die typischen Umwege.
- Bedarf ehrlich aufschreiben. Wie oft wird eingekauft? Was ist schwer (Getränke, Waschmittel, Kartoffeln)? Geht die Person gern selbst in den Laden oder ist ihr das zu viel? Gibt es Diätvorgaben, etwa bei Diabetes oder Dialyse, auf die beim Einkauf geachtet werden muss?
- Pflegegrad klären. Liegt einer vor, prüfen Sie im letzten Bescheid oder bei der Kasse, wie viel Entlastungsbetrag angespart ist. Liegt keiner vor, stellen Sie den Antrag, telefonisch reicht für den Anfang.
- Anbieter mit Anerkennung suchen. Fragen Sie bei der Pflegekasse oder der Pflegeberatung nach anerkannten Angeboten in Ihrem Ort. Lassen Sie sich von jedem Anbieter bestätigen, dass er über den Entlastungsbetrag abrechnen darf.
- Ablauf und Preis festlegen. Fester Wochentag, feste Uhrzeit, möglichst eine feste Bezugsperson. Klären Sie Stundensatz, Anfahrt und was bei Ausfall passiert.
- Umgang mit dem Geld regeln. Bargeld mit Quittung, eine Einkaufskarte oder Vorauslage durch den Dienst mit Abrechnung: Entscheiden Sie sich für einen Weg und bestehen Sie auf Kassenbons.
- Abrechnung vereinfachen. Viele Dienste rechnen auf Wunsch direkt mit der Pflegekasse ab. Dafür unterschreiben Sie eine Abtretungserklärung. So müssen Sie nicht in Vorleistung gehen.
- Nach vier Wochen nachjustieren. Reicht ein Termin pro Woche? Wäre ein zweiter kürzerer Termin besser? Kommt die Person mit der Hilfskraft gut zurecht?
Wenn neben dem Einkauf weitere Aufgaben anstehen, etwa Arzttermine, Medikamente oder Körperpflege, lohnt sich der Blick aufs Ganze. Unser Fahrplan für Angehörige zur Pflege zu Hause hilft, die Bausteine sinnvoll zu ordnen.
Wenn Familie und Nachbarn den Einkauf übernehmen
In vielen Familien kauft zuerst die Tochter, der Sohn oder die Nachbarin ein. Das funktioniert gut, solange alle Beteiligten Zeit haben und die Absprachen klar sind. Kritisch wird es, wenn die Last an einer Person hängen bleibt, die selbst berufstätig ist oder Kinder versorgt.
Organisierte Nachbarschaftshilfe kann hier viel tragen. Die Checkliste des Serviceportals „Zuhause im Alter“ zum Aufbau von Nachbarschaftshilfe fragt unter anderem, ob ein Konzept für den Einsatz von Freiwilligen besteht und wie Erfahrungen ausgewertet werden. Wer ein solches Netz aufbaut, sollte nicht nur an die Einkaufstasche denken: Gemeinsame Kaffeerunden oder kleine Ausflüge wirken gegen Einsamkeit oft genauso stark wie die gelieferten Lebensmittel.
Drei Erfahrungen aus solchen Netzwerken helfen beim Start:
- Klein anfangen. Ein Leitfaden zum Aufbau eines Senioren-Hilfsnetzwerks empfiehlt, mit einfachen Aufgaben wie Einkäufen und Besorgungen zu beginnen und erst später regelmäßige, anspruchsvollere Hilfen wie Fahrdienste aufzunehmen. So wächst Vertrauen, und die Kommunikation wird erprobt.
- Geld und Versicherung von Anfang an regeln. Wer streckt Geld vor, wie wird abgerechnet, was gilt bei einem Schaden? Klare Regeln vermeiden Missverständnisse.
- Einfache Technik nutzen. Eine lokale Messenger-Gruppe senkt die Hürde deutlich. Der Blog von andersGOOD beschreibt, wie sich mit Telegram schnell ein lokales Hilfenetzwerk aufbauen lässt, gerade für Einkaufshilfen für ältere Menschen. Die Bereitschaft zu helfen ist oft hoch, es hakt eher an der Abstimmung.
Wichtig für die Kasse: Private Hilfe aus der Nachbarschaft ist in der Regel nicht über den Entlastungsbetrag erstattungsfähig, solange sie nicht über ein anerkanntes Angebot läuft. Rechnen Sie also nicht fest mit Geld der Pflegekasse, wenn die Nachbarin einkauft.
Woran Sie eine gute Einkaufshilfe erkennen
Ob ehrenamtlich oder professionell: Diese Punkte trennen ein verlässliches Angebot von einem, das nach drei Wochen wieder Sorgen macht.
- Feste Ansprechperson. Wechselnde Gesichter verunsichern, besonders Menschen mit Demenz.
- Pünktlichkeit und Vertretung. Was passiert bei Krankheit oder Urlaub der Hilfskraft? Ein guter Dienst hat eine Antwort, bevor Sie fragen.
- Transparente Abrechnung. Kassenbon, Wechselgeld und Stundenzettel kommen ohne Nachfrage.
- Anerkennung für den Entlastungsbetrag. Schriftlich bestätigt, nicht nur mündlich zugesagt.
- Blick über die Tüte hinaus. Fällt der Hilfskraft auf, dass der Kühlschrank leer bleibt, Medikamente fehlen oder die Person schwächer wird, und gibt sie das weiter?
- Verständnis für Ernährung. Wer für einen Menschen mit Diabetes, Schluckstörung oder Dialyse einkauft, muss wissen, worauf es ankommt.
Unsere Sicht: Einkaufen ist mehr als Versorgung
Wir erleben in unserer Arbeit rund um Kornwestheim immer wieder dasselbe Muster: Familien holen sich Hilfe, wenn es eigentlich schon zu spät ist. Die Tochter fährt seit Monaten jeden Samstag nach der Arbeit zum Großeinkauf, die Mutter traut sich nicht mehr allein vor die Tür, und erst ein Sturz oder ein Krankenhausaufenthalt bringt das Gespräch in Gang. Dann muss alles gleichzeitig geregelt werden.

Unser Rat ist deshalb: Fangen Sie mit der Einkaufshilfe früh an, solange Ihr Angehöriger noch vieles selbst kann. Ein Einkauf pro Woche ist ein guter, niedrigschwelliger Einstieg. Die Hilfskraft und der ältere Mensch lernen sich kennen, es entsteht Vertrauen und eine Routine. Wenn später mehr Unterstützung nötig wird, etwa Medikamentengabe, Fahrten zum Arzt oder ein Tag in der Tagespflege, ist der Übergang viel leichter, weil schon jemand Vertrautes da ist.
Und wir achten darauf, dass der Einkauf nicht nur Erledigung bleibt. Ob jemand selbst die Äpfel aussucht oder sie nur geliefert bekommt, macht für das Selbstwertgefühl einen großen Unterschied. Wo es geht, gehen wir deshalb lieber gemeinsam einkaufen als allein. Persönliche Betreuung, Zuverlässigkeit und eine Beratung, die Sie verstehen, sind für uns dabei keine Schlagworte, sondern der Maßstab, an dem wir uns messen lassen.
— Nastasja Steffen
Einkaufshilfe mit ReVivo in Kornwestheim und Umgebung
Wir sind ein Pflegedienst aus Kornwestheim. Neben ambulanter Pflege, Tagespflege, Behandlungspflege und Krankenfahrten bieten wir alltagsnahe Hilfen an, die genau dort ansetzen, wo der Einkauf schwierig wird: Einkaufshilfe, Botengänge, Apothekenservice und Hausbesuche, dazu in Kooperation mobile Fachfußpflege und Friseur-Service. So muss nicht für jede Kleinigkeit ein anderer Dienst kommen.
Wir beraten Sie verständlich, welche Leistungen zu Ihrer Situation passen und welche Kostenträger infrage kommen. Alle Angebote im Überblick finden Sie auf unserer Seite Leistungen von ReVivo. Für die Region Kornwestheim, Ludwigsburg und Stuttgart haben wir außerdem einen Pflege-Ratgeber mit lokalen Tipps zusammengestellt.
Häufige Fragen
Was kostet eine Einkaufshilfe für Senioren?
Das hängt vom Anbieter ab: Professionelle Dienste rechnen meist nach Zeit ab, ehrenamtliche Angebote sind oft kostenlos. Mit Pflegegrad lässt sich ein anerkannter Dienst über den Entlastungsbetrag von 131 € im Monat bezahlen. Die Lebensmittel selbst zahlen Sie immer privat.
Wie bekomme ich eine Einkaufshilfe?
Klären Sie zuerst, ob ein Pflegegrad vorliegt oder beantragt werden sollte. Fragen Sie dann bei der Pflegekasse, der Pflegeberatung oder direkt bei Pflegediensten in Ihrem Ort nach anerkannten Angeboten. Vereinbaren Sie feste Termine, einen klaren Preis und eine nachvollziehbare Abrechnung des Einkaufsgelds.
Ab welchem Pflegegrad hat man Anspruch auf Einkaufshilfe?
Ab Pflegegrad 1. Alle Pflegebedürftigen, die zu Hause leben, haben Anspruch auf den Entlastungsbetrag, der auch Einkaufshilfen abdeckt. Voraussetzung ist, dass der Anbieter nach Landesrecht anerkannt ist.
Wer kauft für alte Leute ein?
Das können Angehörige, Nachbarn, Ehrenamtliche, Lieferdienste von Supermärkten oder Pflege- und Betreuungsdienste sein. Wer die Kosten über die Pflegekasse abrechnen möchte, braucht einen anerkannten Anbieter. Viele Familien kombinieren mehrere Wege, etwa Lieferung für schwere Waren und Begleitung für den Wocheneinkauf.
Kann ich nicht genutztes Geld für die Einkaufshilfe später verwenden?
Ja. Nicht verbrauchte Entlastungsbeträge werden angespart und können bis zum 30. Juni des Folgejahres eingesetzt werden. Danach verfällt der Rest aus dem Vorjahr.
Quellen
- gesund.bund.de: Entlastungsbetrag
- Bundesgesundheitsministerium: Antragsverfahren Pflegeleistungen
- Serviceportal Zuhause im Alter: Einkaufen vom Sofa aus
- Serviceportal Zuhause im Alter: Checkliste organisierte Nachbarschaftshilfe
- Mein Pensionsprojekt: Senioren-Hilfsnetzwerk gründen
- andersGOOD: Lokales Hilfenetzwerk mit Telegram aufbauen


